Blog

​Gewagter PR-Stunt des Vorzeige-Fintechs Savedroid


veröffentlicht am 19.04.2018 von ERGE



Savedroid gilt als das Vorzeige-Fintech aus Deutschland. Der Gründer Yassin Hankir sorgte bereits mit seinem ICO Start für großes Aufsehen in der Branche. Ein branchenübergreifendes Beben gelang Hankir durch seinen mittlerweile in einem 4-Minütigen Video als PR-Stunt enttarnten Schachzug, seine Savedroid Seite offline zu stellen. Im Video erklärt Hankir, wie einfach es selbst im stark regulierten Deutschland ist, ein Unternehmen einfach abtauchen zu lassen. Hankir macht damit auf die stark wachsende Problematik in Bezug auf Scam im ICO-Bereich aufmerksam. Er fordert hier Verbesserungen in der Regulierung zum Vorteil von Investoren und Unternehmen.

Uneigennützig war dieser sehr gewagte PR-Stunt nicht, denn Hankir hat insbesondere die Bewerbung seiner neuen Produktsparte in der Beratung bezweckt. Insbesondere gilt das neue Produkt der Beratung von Unternehmen, welche das Finanzierungsmodell ICO in Betracht ziehen. Hankir hält ICOs trotz der Scam-Gefahr für ein gutes Finanzierungsmodell, insbesondere im Startup-Bereich. Ziel ist es im Austausch mit Regulierungsbehörden Standards für den noch jungen Markt zu schaffen. In seinem ersten Step möchte Savedroid eine ICO-Checkliste für Gründer erstellen und somit den Gründern eine Hilfestellung bei der Finanzierungsplanung an die Hand geben. Weiterhin wird ein professionelles Beratungsprogramm für Gründer entwickelt.

Savedroid selbst, hatte mit seinem ICO sechs Milliarden Tokens zum Preis von je einem Euro-Cent veräußert und so ca. 40 Millionen Euro eingenommen. Somit verfügt Savedroid über einen reichen Erfahrungsschatz zum Thema erfolgreiches Initial Coin Offering.

In jedem Falle ist es Hankir durch seinen gestrigen PR-Stunt, welchem er mit einem Twitter-Tweet von einem vermeidlichen Strandausflug einen sarkastischen Beigeschmack verlieh gelungen, Aufmerksamkeit auf seine neue Sparte zu lenken. Ob das unangekündigte Fernbleiben auf allen Kanälen und Sozialen Medien aber das richtige Mittel zur Vertrauensbildung war, wird wohl erst in den kommenden Tagen und Wochen ersichtlich werden.
 

Bild: Screenshot


Zurück